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Sprachgebrauch "unverschlüsselt" im Transparenzbericht

einuser hat dies geteilt, 11 Tage her
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Gerade habe ich mir den Transparenzbericht durchgelesen. Vielen Dank an mailbox.org. Die Offenheit von mailbox.org ist wie immer vorbildlich.

Bei der Wortwahl irritieren mich allerdings die Worte "unverschlüsselt" und "Klartext". Angeblich gingen die Mails der Behörden überwiegend so ein. Unverschlüsselt heißt wörtlich ohne Verschlüsselung. Klartext heißt auch ohne Verschlüsselung. Die Verwendung der beiden Worte suggeriert also, dass die Mails von Behörden weder Ende-zu-Ende-verschlüsselt, noch transportverschlüsselt waren.

Der Anteil von Behörden die TLS beim Empfang bzw. Versand von Mails nicht unterstützen, dürfte gegen Null tendieren. Ich kenne zumindest keine öffentlichen Stellen, die Transportverschlüsselung noch nicht unterstützen. Ich vermute also mal, dass die Mails der Behörden lediglich nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt eingingen. Somit verschicken die Behörden die Mails sehr wohl verschlüsselt. Nur die Art der Verschlüsselung erfüllt nicht die gesetzlichen Anforderungen. Und selbst das wäre nochmal differenziert zu sehen, weil ich mir je nach Ausführlichkeit und Art der Anfrage bzw. der übermittelten Daten auch vorstellen könnte, dass es juristisch vertretbar sein könnte, diese auch nur transportverschlüsselt zu übertragen.

Dass eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung grundsätzlich wünschenswert oder gar notwendig wäre, mit Behörden und Firmen aber ganz allgemein auch zwischen Privatpersonen, das sehe ich auch so. Mir ging es nur um die Formulierung.

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