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Gelten abgelehnte Mails (Filterregel) rechtlich als zugestellt?

2448557 hat dies geteilt, 3 Jahren her
unbeantwortet

Zu den Filterregeln und "Anlehnen mit Begründung":

Gilt die Mail eigentlich trotz eines "Mail Delivery Subsystem"-Reject rechtlich gesehen als zugestellt? Es ist ja nicht das gleiche, wie wenn Spam-Mails oder Unbekannte Aliase direkt abgelehnt werden, oder?

Dann hätte ich ja am Ende das gleiche Problem, dass ich bei anderen Providern mit deren SPAM-Ordnern habe. Ich muss dann nämlich doch wieder nachsehen, ob was wichtiges dabei ist. (Das ist zugegebenermaßen unwahrscheinlich, aber möglich.)


Hinweis: Diese Frage wurde bereits in der Diskussion zu einer anderen Frage gestellt.


Hinweis 2: Zum Hintergrund zu dieser Frage siehe o.g. andere Frage und hier:

https://mailbox.org/sichere-email/#Spamschutz -> "Rechtssicherheit"

Kommentare (15)

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Drei Monate und immernoch kein Statement von Mailbox.org?

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Also Sorry, frag doch einen fachlich bezogenen Rechtsanwalt und nicht mailbox.org. Das, was du ja selbst anmerkst, hat das nichts mit dem Spam ablehnen ansich zu tun. Also gibts hier auch keine Baustelle für den Support.

UND: Das Forum ist ein "User helfen User Forum" und keine Plattform des Supports auch wenn er hier postet.

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Oha, ich habe die Frage anders/falsch gelesen.

Ich dachte es geht darum ob Mail die über das mailbox.org Filter System mit der Aktion "verwerfen" gelöscht werden auch als rechtlich nicht zugestellt gelten.

Und das ist eine Frage die tatsächlich von dem Mailbox.org Team beantwortet werden sollte, da die User ja nicht riechen können ob das der selbe Mechanismus ist. :-)

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Du siehst das richtig. Der Sieve-Filter greift nur bei zugestellten Mails. Sonst könnte man sie ja nicht filtern. Beim Spam ist das anders. Das AntiSpam System leht diese Mails ab bevor sie zugestellt werden. Ergo: Wenn jemand sich bewusst entscheidet zugestelle Mails per Filter bewusst löschen zu lassen dann ist das sein Problem. Er hat das ja so eingestellt. Das ist so, als ob ich alle Briefe des FA in meinen Briefkasten (=Annahme zugestellt) zerreissen würde. Meines Erachtes gilt das nicht als "nicht zugestellt". Mailbox kann ja nicht für alles haften, was die User mit dem Mailfilter machen.


Ich finde die Ursprungsfrage etwas "Bauernschlau".


Gruss!

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Ich finde die Ursprungsfrage sogar mega-bauernschlau.


Bei der Briefpost gelten nur ganz bestimmte Versandformen oder Zeugen als Zustellbestätigung. Die fallen bei Mails aber regelmäßig aus, da nicht anwendbar.


Ein Absender kann noch so behaupten, er habe eine Mail abgeschickt - er kann NIE beweisen, dass die Mail auch angekommen ist! So einfach ist das.

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Ähm.


https://mailbox.org/sichere-email/#Spamschutz -> Rechtssicherheit hast Du aber schon mal gelesen, ja?

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Also ich würde mich wie gesagt wirklich sehr über eine Antwort freuen.


Gerade weil auch mit der Rechtssicherheit geworben wird. Hier besteht offensichtlich Unklarheit. Das sieht man auch an den Komentaren.

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Also wie bitte soll eine Mail, welche bereits vom Mailserver abgelehnt und auch nie mein Postfach erreicht hat, überhaupt nur annähernd als zugestellt angesehen werden??

Die Rechtssicherheit ist doch hier ganz klar. Eine E-Mail, welche ich nicht erhalte, kann nicht zugestellt sein.

Ganz klarer Fall.

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> [...] welche bereits vom Mailserver abgelehnt [...]


Ist das so, ja? Dann wäre die Sache tatsächlich klar.

So wie ich das sehe, werden die Mails aber nicht direkt abgelehnt. Der Sender erhält anschließend eine Reject-Mail, ja. Das habe ich eingangs auch so geschrieben.

Vorher hat er auf SMTP-Ebene aber erst mal ein OK, angenommen erhalten.


Und genau da wäre der Unterschied. Das ist dann nämlich nicht mehr "direkt ablehnen" (Rechtssicherheit).

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Entschuldigung, aver die Frage ist komplett egal.

E-Mails, die nicht besonderen Anforderungen genügen, sind grundsätzlich rechtlich nicht verbindlich.

Auch der hier aufgeworfene Aspekt, ob das auf smtp-Ebene läuft oder nicht, ist egal - jeder Mailserver nimmt ja schliesslich die Mail erst an, weil er sie sonst nicht bearbeiten, geschweige denn verwerfen kann.

Selbst wenn man eine Mail angenommen hat, hat das rechtlich keine weitergehende Bedeutung, weil im geschäftlichen Umfeld eben besondere Anforderungen gelten.

Außerdem finde ich die Diskussion komisch - was ist eigentlich das Problem des Threadstarters?

Ich für meinen Teil bin froh, dass ich mit vielen Firmen per Mail kommunizieren kann. Und Spam kommt bei mailbox.org tatsächlich nicht an. Und Kram, den ich nicht sehen will, lösche ich ggf.

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Für mich ist die Situation auch völlig klar: Eingehende SPAM-Mails werden vor der Zustellung abgelehnt, sei es durch direkte Ablehnung oder Zurücksenden – das hängt von der Konfiguration des Mailservers ab und ist dem Anbieter überlassen. Alle anderen Mails gelten als zugestellt. Was der User damit macht, bleibt ihm überlassen (bspw. per Sieve-Filter: > /dev/null).

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Hui, jetzt hatten wir in den letzten drei Kommentaren zwei grundsätzlich verschiedene Meinung. So ganz eindeutig und einfach ist der Fall dann wohl doch nicht.

> [...] smtp-Ebene läuft oder nicht, ist egal [...]

Diese Aussage halte ich schlicht für falsch!

Die geannten "besonderen Anforderungen" würden mich nebenbei auch interessieren. Was meinst Du damit?

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Die gesetzlichen Regelungen, u.a. zu De-Mail, oder die zur elektronischen Signatur.


Es kommt auf die gestellten bzw. betrachteten technischen Fragen gar nicht an. Eine E-Mail an sich ist nicht rechtssicher, außer... und dann kommen Sonderdefinitionen, die weit außerhalb von Fragen wie "muss die Ablehnung auf smtp-Ebene erfolgen" liegen.


Suchworte für's Web: rechtssichere Mail


Zum lesen: z.B. http://www.Informatik.Uni-leipzig.de/~graebe/Texte/Schreiber-11.pdf

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Du kannst die Frage jetzt aber euch nicht einfach umdrehen. Nur weil jemand anders behaupt, "damit es rechtssicher ist, muss man das so und so" machen, ist mein Problem noch lange nicht gelöst.

Lies zum Beispiel mal hier:

Sauberes E-Mail-Postfach: Peer Heinlein warnt vor Spam-Quarantäne und -Tagging "[...] während der Absender von einer erfolgreichen protokollierten Zustellung ausgeht. Kommt es zum Rechtsstreit, hat der Empfänger das Nachsehen [...]."


Oder Diskussion Rechtslage bei Mail Reject

Hier musste ein Antwalt 90.000 EUR Schadensersatz zahlen, weil er nicht die Mails im Spamordner gelesen hat. Und das war keine De-Mail...

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Hier geht was durcheinander. Die verlinkten Texte sprechen z.T. über Wettbewerbsrecht, in einem Fall ist es ein Anwalt, in anderen Fällen sind es Firmen.


Letztlich kann ich die Frage nicht wirksam beantworten.


Ich betreibe Homepages, im Impressum muss ich diverse Kontaktangaben machen. Ich gehe davon aus, dass jemand, der mich z.B. abmahnen möchte, nicht ohne weiteres durchkäme, wenn ich auf eine Abnahnmail nicht reagiere, der Abmahner aber nicht mindestens bei ausbleibender Reaktion einen anerkannt rechtssicheren Kontaktweg wählt.


Die Frage des Threadstarters muss ein Anwalt beantworten. Es wäre nett, wenn er das Ergebnis hier bekannt gibt.

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