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Google reCaptcha bei der Registrierung umgehen

6419803 hat dies geteilt, 2 Monaten her
vorgeschlagen

Ärgerlich! Da möchte man eine E-Mail Adresse ohne Tracking und ohne Scannen von E-Mail Inhalten haben, wie es bei Microsoft, Google und Yahoo üblich ist.

Man wählt folglich mailbox.org als sicheren E-Mail Provider.

Doch beim Registrierungsprozess die Enttäuschung: Auch dort mischt Google mit.

Man muss ein reCaptcha ausfüllen. Das Thema ist auch hier im Forum immer wieder diskutiert worden.

Peer Heinlein, Geschäftsführer von mailbox.org, hat sehr gute und nachvollziehbare Argumente für die (ausschließlich auf der Registrierungsseite) genutzte Verwendung von reCaptcha gebracht. Ich hatte es auch so verstanden, dass mittelfristig eine bessere Lösung her soll.

Allerdings geht dies jetzt schon!

Im folgenden beschreibe ich Ihnen wie:

1. (optional) Benutzen Sie einen Rechner, den sie sonst nie verwenden. Zum Beispiel bei einem Freund oder einen frisch installierten in einem Internetcafé. Dadurch wird die verwendete IP Adresse und andere eindeutige Identifizierungsmerkmale nicht mit Ihnen in Verbindung gebracht werden können.

2. Nutzen Sie einen Phantasienamen, den Sie nicht verwenden möchten - zum Beispiel Augustus Karrenburg.

3. Nutzen Sie zudem eine E-Mail Adresse, die Sie nicht verwenden möchten. Diese sollte möglichst zufällig sein, zum Beispiel: weddiieorrp4433@mailbox.org

4. Nach Erstellung des Accounts melden Sie sich an und fügen den ursprünglich gewünschten Alias hinzu (1.+2.).

5. Nun machen Sie den neu erstellen Alias zum Hauptalias, mit welchen Sie sich künftig anmelden werden (3.+4.).


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6. Melden Sich sich nun an dem "Leih-PC" (vergleiche Schritt 1.) ab. Vermeiden Sie einen erneuten Login mit dem neuen Hauptalias.

7. Melden Sie sich an Ihrem üblichen Arbeits-PC mit den neuen Hauptalias an. -> Google hat keinerlei Verbindung zu Ihrem Hauptgerät herstellen können.

8. Ändern Sie nun noch den Anzeigenamen auf den gewünschten.

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9. Löschen Sie den unter Punkt 3. angelegten Alias und verwenden Sie ihn nicht weiter.

Kommentare (6)

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Oder man nutzt einfach einen anderen Browser mit einer privaten Instanz und löscht danach sämtliche gespeicherten Webdaten. Aber das ganze grenzt, in meinen Augen, schon ein wenig an Paranoia. Den letztendlich dürfte bei so einem Aufwand keine E-Mail versandt werden, da diese, auch bei Nutzung von DANE, bei der letzten Meile offen sein können.

Also da gibt es wirklich andere Probleme als das reCaptcha.

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"Oder man nutzt einfach einen anderen Browser mit einer privaten Instanz und löscht danach sämtliche gespeicherten Webdaten."
Auch wenn man so die Spur ein wenig verwischen kann, wird dadurch aber ebenso die IP Adresse übertragen. Zudem auch in der Regel das Betriebssystem und der verwendete Browser, sowie die Sprache.
Im Zusammenhang mit dem Scannen von E-Mails gab es übers Weekend Neuigkeiten:

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Das ist soweit richtig, aber dann darfst Du auch kein Smartphone etc einsetzen. Und das ist mir persönlich zu viel Paranoia, zumal sich die IP nach gewisser Zeit auch wieder ändert. Ich denke mal, dass das Surfen im Netz viel mehr Spuren hinterlässt als das reine reCaptcha (aber nur meine persönliche Ansicht).

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Klar, wie weit jemand bei der digitalen Selbstverteidigung geht, bleibt jedem selbst überlassen.Es wird immer eine Spagat zwischen der Verteidigung der Freiheit (verbunden mit Aufwand) und Komfort sein.

Für mich steht fest: Google's ehemaliges Motto "Don't be evil" ist passé.

Google is evil!

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Ich versteh das auch nicht, dass das MBO macht. Steht in totalem Widerspruch zum eigenen Anspruch.

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