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Spam-Blocking - das GMX-Dilemma mit der Zustellung nach "Spamverdacht"

8747352 hat dies geteilt, 16 Monaten her
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Hallo Gemeinde,


ich wollte, nachdem ich nun tagelang alles mögliche dazu recherchiert, probiert und gedreht und gewendet habe, abschließend hier nochmals Fragen, ob sich folgendes Dilemma vermutlich nicht mehr lösen lassen wird:


Ich habe, wie wohl viele andere auch, eine WEB.de- und eine GMX.de-Adresse, welche ich mittlerweile bei so vielen relevanten Unternehmen/Diensten und Kontakten verwendet habe, dass es nahezu unmöglich wäre, hier alles nochmal auf z.B. meine neue mailbox.org zu ändern und diese einfach zu löschen.


Ich würde nun gerne Spam oder gefilterte Nachrichten einfach blocken und mit Fehlerbenachrichtigung an den Absender zurückwerfen - was aber bei beiden og. Anbietern aus folgenden Gründen nicht klappt:


  • Spam wird und gilt somit im Ordner Spamverdacht als zugestellt - somit kann ich hier nicht mehr auf Nicht-Zustellung argumentieren, wenn mir hier was relevantes durchrutscht
  • Eine direkte Ablehnung von Verdachts-Mails ist wohl nicht möglich
  • Man kann über die Filter nicht ablehnen, nur löschen - also ebenfalls zugestellt ...
  • Man kann in der Basis-Variante noch nicht mal einen Auto-Reply schicken
  • Bearbeitung auf mailbox.org dieser Emails ist aufgrund der Weiterleitungs-Problematik ohnehin unmöglich, spätestens, wenn die Absender informiert werden sollen


Die beiden og. Anbieter bieten also in den Basisvarianten zusammengefasst keine einzige Möglichkeit an, die Mailannahme in welcher Form auch immer schlicht zu verweigern, optimalerweise mit Hinweis an den Absender. Weder im Spamschutz, noch den Filtern.


Das hieße, der letzte Ausweg wäre eigentlich nur die Löschung der Accounts ... ?


Sehe ich das so wirklich korrekt, oder gehen mir da evtl. doch noch Optionen durch die Lappen?


Und wie verhält sich das eigentlich rechtlich:


Kann ein Absender juristisch beliebig lange darauf argumentieren, dass mir die Mail zugestellt wurde, selbst wenn sie an Adressen ging, welche ich annodozumals angelegt und seit Jahren nicht mehr aktiv getrackt und vor allem veröffentlicht habe?


Müsste ich theoretsich also, wenn ich ganz sicher gehen will, dass mir keine juristisch relevanten Mails durch die Lappen gehen, alle meine noch existierenden Accounts wahlweise löschen oder regelmäßig checken?

Oder bestehen hier ggfls. Einschränkungen auf die allgemein auffindbaren oder zumindest ansatzweise "offiziellen" Email-Adressen, welche von mir im Umlauf sind?


Je mehr ich mch da grad reinschwitze in das Thema, desto desillusionierter werde ich, auch dank Peers sehr guten Hilfestellungen dazu. Bin überzeugt, dass das Konzept von mailbox.org diesbzgl. sehr vernünftig ist und werde es auf jeden Fall für künftigen Mailverkehr verwenden. Aber die UI-Altlasten werde ich damit wohl nicht mehr los ... :|


Gruß, Markus

Kommentare (2)

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Ich würde an deiner Stelle einfach etwa alle 2-4 Wochen dem Spamordner manuell kontrollieren und sobald du feststellst, dass du schon länger keine relevanten Emails an deine alte Adresse bekommen hast diese löschen. Bei mir war es nach etwa einem Jahr soweit.

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Dem Hinweis von Thomas91 kann ich mich nur anschließen.


Zusätzlich möchte ich noch zu bedenken geben, dass dein Dilemma daher kommt, dass man Emailadressen von Mailanbietern mit Anbieterdomain nicht umziehen kann. Dies geht nur mit der eigenen Domain. Sofern du also eine passende eigene Domain findest (z.B. Vorname-Nachname.de), wäre das praktisch. Kostet auch nicht viel. Passt Mailbox.org als Mailanbieter nicht mehr, kann man einfach umziehen. Das habe ich bereits zwei mal gemacht, da ich unter anderem mit dem Spamfilter der alten Anbieter nicht mehr zufrieden war. Einziges Problemchen ist, dass man sich etwas mit DNS-Settings auskennen sollte, oder nen Bekannten hat, der das kann ;-)


Zum juristischen: Sofern du nicht ein Gewerbe hast, sondern eine Privatperson bist, ist das juristische im allgemeinen nicht so schlimm. Den Firmen mit laufendem Vertrag (Vermieter, Zeitung, Handy, Strom, Versicherung, etc) sollte man Bescheid geben, sonst übersieht man eine Mahnung, und hat plötzlich den teuren Mahnbescheid vom Anwalt im Briefkasten. Eine Firma sollte übrigens nur die Mailadresse verwenden, die du ihr angegeben hast. Wirklich relevante Dinge (Mahnbescheid, Kündigung, polizeiliche Vorladung etc.) kommen in der Regel eh per Post mit Einschreiben. Viel schlimmer und aufwändiger sind laufende Newsletter, Shops bei denen man mal vor Jahren was gekauft hat, Foren und andere Social-Media-Accounts. Diese sind in der Regel aber juristisch nicht relevant, sondern meist nur privat (sehr) ärgerlich wenn man was wichtiges verpasst.