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Transparenzbericht mit Korrektheitsangabe

8925815 hat dies geteilt, 22 Monaten her
unbeantwortet

Hallo,

Posteo veröffentlicht in seinen Transparenzberichten ob die Anfrage der Behörde rechtswiedrig war.


https://posteo.de/site/transparenzbericht


2017 war dies bei etwa 44% der Anfragen der Fall. Bemängelt wurden

  • Zusenden polizeilicher Ersuchen an den Kunden-Support - und nicht an die zuständigen Personen (Anti-Abuse-Team).
  • Verwenden nicht-dienstlicher E-Mail-Postfächer zum Übermitteln von Ersuchen, Angabe solcher Postfächer als Antwortmöglichkeit
  • Ersuchen um Informationen und Daten, deren Herausgabe im Rahmen von Abfragen nach §113 TKG nicht zulässig ist, z.B. um Verkehrsdaten wie IP-Adressen
  • fehlende Angabe einer sicheren Antwortmöglichkeit
  • fehlende Angabe der Rechtsgrundlage der Anfrage (gesetzlich vorgeschrieben)

Diese Angabe vermisse ich in den Transparenzberichten bei mailbox.org.


In Ihrer Datenschutzerklärung schreiben Sie "Heinlein Support bzw. die mailbox.org haben keine andere Wahl, als unter den hier geschilderten Voraussetzungen Daten an die Ermittlungsbehörden herauszugeben; andernfalls droht die Beschlagnahme ganzer Server im Rahmen einer Hausdurchsuchung oder ggf. auch Beugehaft gegen die Mitarbeiter des Unternehmens."


Werden beim Mailbox.org die Daten bei Behördenanfragen rausgegeben, auch wenn diese nicht korrekt angefragt wurden? Findet überhaupt eine Überprüfung statt? Legt Mailbox.org wie Posteo Beschwerden bei den zuständigen Datenschutzbeauftragten/behörden ein, wenn ein Ersuchen nicht korrekt war?


Bitte veröffentlichen Sie diese Daten in den Transparenzberichten von 2016 und 2017.


Mit freundlichen Grüßen

Kommentare (9)

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Ich finde ein Teil der Frage ist schon im Transparenzbericht (2015) beantwortet:

Zitat: "Jede Anfrage nach Daten unserer Nutzer wird von unserem bestellten Datenschützer, sowie von unseren darauf spezialisierten Anwälten geprüft und bei fehlerhaften Anfragen abgelehnt."


Der Chef hier ist übrigens meines Wissens Jurist und politisch engagiert. Etwas besseres kann einem Mailprovider eigentlich nicht passieren :-)

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Lustig ist ja, daß Posteo früher (rechtswidrigerweise) noch nicht mal einen Datenschutzbeauftragten hatten. Das haben sie aber wohlweislich ihren Nutzern verschwiegen, während sie gegen andere schön gerantet haben. Aber wenigstens haben sie nun endlich mal einen.


An 8925815: Ich mache das seit 1992. Damals hatten wir *wirklich* noch mit Hausdurchsuchungen und Computerbeschlagnahmen zu tun, wenn irgendwo irgendwer mal im damals frisch aufkommenden Internet ein Problem hatte. Mein anderer Provider JPBerlin.de (quasi der Vorgänger von mailbox.org) war/ist die Heimat von vielen politischen NGOs. Wir hatten schon Erfahrung mit sowas, da war die Domain posteo.de noch nicht mal registriert. Selbstverständlich haben wir in 25 Jahren noch nie eine rechtswidrige Anfrage beantwortet und auch sonst alles dafür getan, damit unsere Nutzer sicher kommunizieren. Durchsuchungen, Beschlagnahme, Anwaltshotlines und und und -- das hatten wir anfangs der 90er durch und gilt bis heute.


Aber das sind Selbstverständlichkeiten, darum machen wir einfach keinen Bohei.


Aber es ist es schon lustig, wenn ein Provider, der erst durch Snowden-Hype auf dieses Thema gekommen ist, nun plötzlich zum Retter der Welt aufspielt und seinen Usern eine gute Show bietet, aber selbst noch mit SSLv3 und Heartbleed-Bug als die schon längst überall durch waren oder beispielsweise ohne Datenschutzbeauftragten und noch nicht mal eigener und selbstkontrollierter Server-Infrastruktur unterwegs ist. Vor allem, wenn dieser Provider zwar sicherlich eine hervorragende PR-Show in der Opferrolle macht, aber deswegen offensichtlich kaum Interesse hat diese Zustände wirklich positiv zu verändern.


Wir veröffentlichen unseren Bericht in Kürze, er ist derzeit beim Anwalt zur Prüfung, und er wird auch konstruktiv im Sinne einer positiven Verbesserung für die Nutzer des Internets sein und sich nicht nur skandalheischend um sich selbst drehen. Auch wenn es natürlich im Sinne einer pressetauglichen Eigen-PR viel schöner wäre, wenn die Zustände weiterhin schlecht bleiben würden.

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Nun, da ist sie ja die Antwort.

Wir veröffentlichen unseren Bericht in Kürze, er ist derzeit beim Anwalt zur Prüfung, und er wird auch konstruktiv im Sinne einer positiven Verbesserung für die Nutzer des Internets sein und sich nicht nur skandalheischend um sich selbst drehen. Auch wenn es natürlich im Sinne einer pressetauglichen Eigen-PR viel schöner wäre, wenn die Zustände weiterhin schlecht bleiben würden.

Nun, es wäre doch einfach gewesen diese gleich dann zu veröffentlichen als es klar war das es doch länger als Anfang Januar braucht.

Sie schrieben:

Selbstverständlich haben wir in 25 Jahren noch nie eine rechtswidrige Anfrage beantwortet und auch sonst alles dafür getan, damit unsere Nutzer sicher kommunizieren.

Vielleicht sollten sie, für User die dies nicht wissen (und woher sollte man es wissen?) dies durchaus mal ins Statement "Über uns" einfließen lassen.

Selbstverständlich ist leider.......wie sie wohl wissen, in unserer Welt nichts mehr.

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Kann mir bitte jemand erklären, was an diesen Berichten so „spannend“ sein soll? Wenn wenigstens die betroffenen Postfächer benannt wären, könnte ich es ansatzweise nachvollziehen... Ansonsten doch wohl eher reine Unterhaltung - oder gibt es in kürze einen „Transparenz-Award“ für den Provider mit den tollsten Anfragen?

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"Wenn wenigstens die betroffenen Postfächer benannt wären..."

Schon mal was von Datenschutz gehört?

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Dir zu erklären was andere spannend finden ist als ob man einem blinden das Sehen erklärt. Ich könnte dir natürlich nennen warum dieser Bericht MIR wichtig ist, aber würdest du weiterhin nur die Achseln zucken und sagen "Das was dir wichtig ist, ist mir irgendwie egal".


Und genau deshalb ist es unsinnig nach etwas zu fragen, woran man kein wirkliches Interesse hat. Andernfalls lässt sich deine Frage auch ziemlich kurz beantworten: Weil diese Berichte für jemand anderes der andere Dinge wichtiger findet, eben wichtiger sind als für jemanden, der darin keinen Nutzen sieht.

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Ich kann es auch nicht verstehen das so ein Hype um diesen Bericht gemacht wird... Nice to have aber ohne Nutzen.

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Interessant dürfte sein wieviele Anfragen an die gesamte Branchen gestellt wurden und wieviele hiervon nicht den rechtlichen Anforderungen entsprochen haben.


Die Aufregung von Herrn Heinlein gegenüber einen Berliner Mitbewerber kann ich nicht nachvollziehen.

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Unser darauf spezialisierter Anwalt ist seit 3 Wochen krank und fällt ggf. auch noch weiter aus. Wir schauen nach dem Wochenende, wie wir da weiter verfahren und bitten um Geduld und Verständnis.