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Zahlungsentgelt für Kartenbezahlung

4015983 hat dies geteilt, 29 Tage her
veröffentlicht

Hallo,

ich habe vor ein paar Tagen mein Guthaben aufgestockt, mit online Visazahlung. Dafür wurde mir ein Entgelt angerechnet, was eigentlich im Prinzip, nach EU und DE Recht unzulässig ist.

Der Support sagt dass man zum Gericht nach Karlsruhe gehen sollte, was ich aber ein bisschen zu viel finde.

Hattet ihr auch so eine Erfahrung?

Grüsse

Kommentare (18)

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Mailbox ist da falsch Adresse, aus Erfahrung ist bekannt


Mailbox ist die falsche Adresse, aus Erfahrung sind mir die Kosten bekannt, lt. Gesetz soll es eine Zahlungsmöglichkeit geben ohne einen Aufschlag geben. Wer mit Kreditkarte oder PayPal zahlen möchte muss auch zahlen. z.B. bei einer Zahlung von z.B. 12,00 Euro kosten von 0,50 - 1,50 Euro anfallen, sollte man mal Nachdenken. Leistung 1,00 Euro pro Monat und immer noch mehr Leistung fordern, die Kosten auch noch tragen, Bitte mal in der Realität bleiben.


M

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Warum sollte es laut Gesetz nicht zulässig sein? Es muss eine kostenlose Zajlungsmethode vorhanden sein und hier sind es zwei: Bargeld oder Überweisung, so what. Und bei dem Zahlungsvorgang wird man eigentlich auch darauf hingewiesen, also meiner Meinung nach alles gut.

Zudem sind die Zahlungsgebühren per Kreditkarte für den Anbieter auch nicht ohne.

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Habe es eben auch probiert und mir wird ebenfalls ein Nutzerentgelt angezeigt. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass dies für Verbraucher aus der EU mit Visa oder Mastercard nicht mehr zulässig sein sollte. Im entsprechendem Gesetz (§270a BGB) steht:

"Eine Vereinbarung, durch die der Schuldner verpflichtet wird, ein Entgelt für die Nutzung [...] einer Zahlungskarte zu entrichten, ist unwirksam. Satz 1 gilt für die Nutzung von Zahlungskarten nur bei Zahlungsvorgängen mit Verbrauchern, wenn auf diese Kapitel II der Verordnung (EU) 2015/751 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2015 über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge (ABl. L 123 vom 19.5.2015, S. 1) anwendbar ist."

Das finde ich Eindeutig. Allerdings bin ich kein Jurist und weiß nicht, ob es eine Ausnahme gibt, die auf Mailbox.org zutrifft.

Insgesamt finde ich es auch ungerechte, wenn der Händler übermäßig hohe Zahlungsgebühren einer Zahlungsart auf alle Kunden Umlegen muss, aber ich mache nicht die Gesetze.

Die Antwort vom Support interpretiere ich so, dass sie der Ansicht sind, die Gebühren seien Rechtmäßig. Wenn man dies überprüfen möchte, bleibt tatsächlich nur eine Klage.

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Klagen halte ich persönlich für überzogen. Es steht ja auch der Beschwerdeweg bei einer Verbraucherorganisationen offen, siehe z.B. https://www.wettbewerbszentrale.de/de/beschwerdestelle/zeghinweise/

Aber bitte bedenken!!! Wenn die Entgelte für Kreditkartenzahlungen oder PayPal entfallen müssten, könnten die Kosten durch mailbox.org regulär in die allgemeinen Produkte/Dienstleistungen eingepreist werden. Dies hätte sicherlich zur Folge, dass die Produkte teurer werden und zwar für alle Kunden, auch für solche, welche bar einzahlen...

Preis/Leistung ist bislang bei mailbox.org unschlagbar, lasst uns das bitte nicht kaputtmachen!!!

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Ich bin der Meinung, dass Preis und auch Leistung etwas hochgehen könnten... Aber das ist halt nur meine Meinung. Denke, dass da viele Menschen etwas dagegen haben werden.

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Eine Zahlung mit Kreditkarte oder Paypal kostet 42 - 50 Cent. Auch wenn nur 1,- EUR überwiesen wird.

Wenn mailbox.org diese Kosten tragen sollte, so werden wir

  • die monatlichen Usergebühren um +50 Cent erhöhen
  • und/oder wieder dazu übergehen, daß wieder mindestens 12,- EUR eingezahlt werden müssen

Ich denke, die aktuelle Lösung ist die mit Abstand kundenfreundlichste. Wer Kosten verursacht, muß sie zahlen. Wer mailbox.org für ein/zwei Monate ausprobieren will, hat halt die ~40-/50 Cent Transaktionskosten zu zahlen (und er könnte ja kostenfrei überweisen!). Wer mailbox.org langfristig nutzt kann Jahresgebühren o.ä. überweisen und die Transaktionskosten spielen kaum eine Rolle.


Theorie und Praxis: Zahlartgebühren dem Händler aufzubürden ist total toll wenn man Waren im Wert von vielen EUR bis Hunderten EUR verkauft und eine entsprechende (wenn auch kleine) Marge hat. Bei uns ist die monatliche Marge geringer als die Transaktionskosten. Wenn 10.000 Kunden jeweils monatlich 1,- EUR per Paypal/VISA zahlen würden wir rote Zahlen schreiben und den Betrieb einstellen, weil die monatlichen Betriebskosten > 1,- EUR sind.

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Hallo, wieder zurück.

Hier geht es mir um das Prinzip: die Rechtslage ist klar und Kosten auf die Endverbraucher abzuwälzen ist rechtswidrig.Aber die Klage, für so kleine Beträge ist auch nicht drin. Bleibt der Weg über die Wettbewerbszentrale und den habe ich auch genommen. Mal sehen was raus kommt.

Es geht natürlich nicht darum Mailbox "kaputtmachen!!!" (die 3 Ausrufungszeichen sind Zitat) aber warum darf Mailbox was die anderen nicht dürfen?

Zum Angebot von Mailbox: ich bin auch der Idee das Leistung und Preis gerne ein bisschen steigen könnten oder ich könnte auch gern auf die Office Funktion verzichten um den Preis niedrig zu halten, sozusagen Mailbox pur (ich lernte mal was über Core-Business beim Studium...). Aber hier ist nicht der richtige Ort für diese Diskussion.

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Du möchtest zwar zitieren, machst es aber falsch. Du kannst doch nicht mailbox.org kaputtmachen, das coole Preis-/Leistungsverhältnis unter Umständen jedoch schon. Deine Beschwerde steht dir zweifellos zu, ob sie verhältnismäßig ist, ist eine andere Sache. Ich zahle meinen monatlichen Kleinstbetrag über Dauerauftrag (Überweisung), was ein Hexenwerk.

Mal gucken was draus wird. Am Ende steht jedenfalls Handlungssicherheit für mailbox.org und wenns blöd läuft, weniger Leistung fürs Geld oder wir müssen wieder Jahresbeträge einzahlen.

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Also das geht jetzt zu weit oder? Es ist doch hier: https://kb.mailbox.org/display/MBOKB/Berechnung+der+Zahlartgebuehren oder hier im Blog: https://mailbox.org/de/post/einf%C3%BChrung-von-zahlartgeb%C3%BChren-und-abschaffung-des-mindesteinzahlbetrags-5888 alles aufgedröselt und transparent erklärt warum mailbox das so macht und was gezahlt wird. Beim vorigen System gabs halt nur die Möglichkeit 12€ mindestens zu zahlen. Jetzt haben Sie die Wahl tragen aber auch die lächerlich geringen Kosten, die für mailbox einfach einen sehr großen Verwaltungsaufwand bedeuten würden. Wenn Ihnen das nicht in den Kram passt, lassen Sie es halt. Aber da jetzt allen anderen Nutzern indirekt einen Strick draus zu drehen halte ich für ziemlich unfair. Das ist ja wie sich die Hand an der Herdplatte zu verbrennen und dann den Hersteller dafür zu belangen...

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Ja typisch Deutsch, ein Vorteil in den Zahlungsmethoden reicht nicht und man will immer mehr. Am besten wird die monatliche Zahlung und Kreditkartentahlung abgeschafft und alles ist wieder rechtskonform. Am besten noch den einen Euro monatliche mit Kreditkarte zahlen wollen, oh man.

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abzuwälzen ist rechtswidrig.Aber die Klage, für so kleine Beträge ist auch nicht drin. Bleibt der Weg über die Wettbewerbszentrale und den habe ich auch genommen. Mal sehen was raus kommt.


Was rauskommt?

Ach, das ist total einfach, dass kann ich dir ganz direkt und sofort sagen:

Die Wettbewerbszentrale wird uns mit mehreren Tausend oder Zehntausend EUR abmahnen, was halt unseren Gewinn und damit den Weihnachtsbonus unserer Mitarbeiter schmälert, aber das geht vorbei. Wir werden die Preise erhöhen müssen + eine Mindesteinzahlungsgrenze einführen müssen. Die langfristigen guten und auch jährlich zahlenden User von mailbox.org werden die exorbitanten Transaktionskosten (knappp 50% des Monatspreises = realer Verlust pro Testaccount!) von Testaccounts und Neuusern mitfinanzieren müssen. Das Angebot von mailbox.org wird dank Paypal-Gebühren (ausgerechnet, sic!) gegenüber Google & Co. Freemailern automatisch teurer werden und noch mehr Leute als heute werden lieber beim "kostenlosen" Google bleiben, weil sie nicht bereit sind, nun 1,50 oder 2,- EUR für einen sicheren Maildienst zu zahlen. User haben nicht mehr die Freiheit so lange bei uns Kunde sein zu können, wie sie es für richtig halten und uns gut finden, sondern wir werden sie mit Mindestvertragslaufzeiten a la Mobilfunk gängeln müssen, da wir gezwunbgen sind, die Transaktionskosten über die Laufzeit zu refinanzieren, sonst machen wir pro Monat Verlust an einem Account. Der Gap zwischen "kostenlos" und "seriöses Geschäftsmodell ohne Datenhandel" wird größer. Alles in allem wurde unser aller politischem Anliegen und "der Sache" ein richtig guter Dienst erwiesen und die "guten User", die trotzdem bereit sind gegen Datenspionage und gläsernem Nutzer zu wehren, zahlen als Aufpreis die Zeche der Kreditkarten- und Paypal-Industrie.


Insofern: Herzlichen Glückwunsch.

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Na vielen Dank auch, 4015983 :-(

PayPal- und Kreditkarten-Zahlungen vielleicht abschaffen als Konsequenz?

EDIT: Ok, vielleicht unrealistisch.

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Ja @4015983 das Einzige was damit erreicht wird ist, dass die Wettbewerbszentrale einiges an Geld erhält und unser Vorteil abgeschafft wird. Dann kannste nicht mehr mit Kreditkarte zahlen und die höheren Preise werden dann wahrscheinlich kritisiert. Und dann sagte Dir, das ist mir jetzt aber zu teuer und ziehst weiter. Ich würde vorschlagen mach das letzte Direkt und lass uns andere rechtskonform in Ruhe ... ! Ohne Worte.

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PayPal- und Kreditkarten-Zahlungen vielleicht abschaffen als Konsequenz?

Damit wird mailbox.org schlagartig einen ganz relevanten Teil der (Neu) Userschaft verlieren. Nicht nur internationale Kunden (die quasi geradezu mit Kreditkarte zahlen müssen!), sondern auch im deutschen europäischen Raum. mailbox.org wird langsamer wachsen und nicht mehr gewinnbringend zu betreiben sein, bzw. sich nicht mehr das Personal leisten können, um tatkräftig entwickeln und den Dienst betreiben zu können.

EDIT: Ok, vielleicht unrealistisch.

Nein, sehe ich nicht so. Auch diese Gedankenspiele haben wir (natürlich) in der Vergangenheit gemacht als es darum ging, ob wir das überhaupt anbieten und was passiert, wenn wir das so nicht wie aktuell weiterbetreiben können. Eventuell muß man das dann für den EU-Raum als Zahlungsmethode unterbinden und kann hier eben nur (langsame) SEPA-Überweisung anbieten und bietet Paypal/Kreditkarte nur im Nicht-EU-Raum an, wo man dann -btw- auch keine dusselige EU-Gesetzgebung zu diesen Zahlartgebühren hat. Das ist durchaus eine realistisches und von uns diskutiertes Gedankenspiel.

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zu 4015983 Ihr Text " Zum Angebot von Mailbox: ich bin auch der Idee das Leistung und Preis gerne ein bisschen steigen könnten oder ich könnte auch gern auf die Office Funktion verzichten um den Preis niedrig zu halten, sozusagen Mailbox pur (ich lernte mal was über Core-Business beim Studium...). Aber hier ist nicht der richtige Ort für diese Diskussion."

Sind Sie der Firma MS angetan oder das Sie auf die Office Funktion verzichten möchten, dann haben Sie doch

etwas bei Ihrem Studium wohl falsch verstanden. Warum soll sich die Mehrheit Ihrer Vorstellung anpassen ? Eine vollkommen überflüssige Aktion von Ihnen, auch wenn es schon mehrmals genannt wurde Lesen ist macht, wer es versteht hat noch mehr davon, wer beides nicht unter einen Hut bekommt ist arm daran ( nicht Altersarmut ), es steht klar und deutlich auf den Seiten, Sie können ja eine andere Zahlungsart nehmen, oder geht es nicht anders ? ( Arbeit- oder Auftraggeber ) Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

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Zählt dieses Geblubber überhaupt für mailbox.org? Ich lese bei diesem Gesetz immer nur Handel etc., aber nie Dienstleistungen.


Aber so Leute, die sich über die Zahlartgebühren beschweren, braucht niemand. Da setzt Fremdschämen ein. Das sind dann auch die "Helden", die sich über angepasste Preise beschweren.


Ich nehme weiterhin meine Überweisung, die mich nichts kostet.

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Ach, die Dinge sind selten schwarz oder weiß.

Einerseits finde ich, dass 4015983 mit seiner Kritik an der Gebühr für die Kreditkartenzahlung recht hat. In den verlinkten Artikeln werden zwar diverse Zahlartgebühren erklärt, von Gebühren für die Kreditkartenzahlung ist dort aber nicht die Rede. Ich finde nirgendwo in der Wissensdatenbank einen Hinweis auf Kreditkartengebühren. Außerdem sind diese wohl tatsächlich nicht rechtskonform. Also, eigentlich steht es 2:0 für 4015983.

Andererseits finde ich die Argumentation in der Sache seitens Peer Heinlein sehr einleuchtend. Angesichts der Geringfügigkeit der Beträge, um die es hier für den Einzelnen (nicht aber in der Summe für Mailbox.org) geht, sollte man nicht katholischer als der Papst sein, indem man auf kostenlose Kartenzahlung pocht. Zudem gibt es ja kostenlose Zahlungsoptionen.

Endstand: 2:2, mit dem Vorschlag an Mailbox.org, in der Beschreibung der Zahlungsoptionen die Gebühren für Kreditkartenzahlungen zu erwähnen / darzustellen. Oder finde ich nur nicht die Information dazu?

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Nun ja.


Ich sehe das noch ein wenig anders.


Wenn man als Anbieter einen 1,- Tarif anbietet muss man sich doch darüber bewusst sein, dass man eben auf diese Themen stößt und die Konsequenzen vorher bewerten.


Da darf man sich jetzt im Nachgang nicht beschweren.

Ist ja auch keine komplexe Thematik.

Kreditkartenzahlung und Paypal sind jetzt keine neuen, außergewöhnlichen Zahlungsmethoden.