OX bei mailbox.org Fluch und Segen zugleich. Meine persönliche Einschätzung
Ich möchte hier einmal meine persönliche, bewusst subjektive Sicht auf die aktuelle Situation bei mailbox.org (MBO) teilen – ausdrücklich ohne Bashing, sondern als langjähriger Kunde, dem der Dienst wichtig ist.
OX: starke Basis, aber auch starke Abhängigkeit
Aus meiner Sicht ist Open-Xchange (OX) für MBO gleichzeitig Segen und Last.
Ja, OX liefert einen mächtigen Funktionsunterbau – Office, Kalender, Kontakte, Webmail. Aber genau hier sehe ich auch das Kernproblem:
•Viele Bugs nach OX-Updates, die MBO offenbar nicht selbst zeitnah beheben kann
•Fehler wirken oft „mitgeschleppt“, statt aktiv bereinigt
•Man hat als Nutzer das Gefühl, dass MBO stark von OX-Entscheidungen abhängig ist und nur begrenzt eingreifen kann
OX bestimmt das Tempo – und dieses Tempo ist aus Nutzersicht nicht immer optimal.
MBO-eigene Implementierungen: ehrlich gesagt etwas „gebastelt“
Was mich persönlich zunehmend stört:
Einige MBO-eigene Erweiterungen wirken auf mich leider nicht konsequent professionell durchdesignt, sondern eher wie Workarounds um OX herum.
Beispiel:
•Anwendungspasswörter sind an zwei unterschiedlichen Stellen konfiguriert
•Benutzer-/Account-Verwaltung wirkt unnötig komplex
•Push-Thematik lange Zeit holprig
Hier fehlt mir eine klare, einheitliche Linie – gerade für einen Anbieter, der sich auch an nicht so technisch versierte Nutzer richtet.
Wettbewerber ziehen schneller vorbei
Ich habe deshalb meine Hauptadresse mit zwei Accounts zu Fastmail umgezogen (MBO-Account bleibt bestehen).
Was mir dort auffällt:
•sehr klare Fokussierung auf Mail, Kalender, Kontakte
•extrem saubere Benutzerverwaltung
•Anwendungspasswörter logisch, zentral, verständlich
•Push funktioniert zuverlässig
•eine eigene App, die genau das tut, was sie soll
•insgesamt spürbar höheres Entwicklungstempo
Das ist kein „Fastmail ist perfekt“-Lobgesang – aber der Fokus ist klarer.
MBO hat sich meiner Meinung nach zu viel aufgeladen
MBO wollte (und will) vieles gleichzeitig:
•Office-Ersatz
•Cloud
•Video
•Kollaboration
•Datenschutz-Vorzeigeplattform
Das ist ambitioniert – aber aus meiner Sicht aktuell zu viel auf einmal.
Die Folgen sieht man leider auch im Forum:
•sehr viele Beschwerden
•wiederkehrende technische Probleme
•Support wirkt seit längerer Zeit überlastet
Mein Fazit
Ich bin seit 2015 Kunde, schätze Peer und das gesamte Team sehr und glaube weiterhin, dass man dort bei guten Leuten aufgehoben ist.
Ich behalte meinen Account bewusst, um MBO weiter zu unterstützen.
Aber nüchtern betrachtet:
•MBO ist aktuell sehr buggy
•hinkt in der Entwicklung etwas hinterher
•und OX wirkt im Moment eher wie eine Last als ein echter Vorteil
Wer keinen Office-Ersatz braucht, sondern einfach zuverlässige Mail, Kalender und Kontakte, ist bei reinen Mail-Anbietern derzeit teilweise besser aufgehoben.
Ich hoffe sehr, dass MBO hier wieder Ruhe, Fokus und technische Stabilität reinbekommt – das Potenzial ist definitiv da.
Ich finde diese Idee klasse
Fastmail taugt nichts. Wenn schon eine Alternative, dann bleibt nur Tutanota oder Proton.
Fastmail taugt nichts. Wenn schon eine Alternative, dann bleibt nur Tutanota oder Proton.
Naja, ich würde das differenzierter sehen. Fastmail hat einen anderen Fokus als Tutanota oder Proton oder MBO. Fastmail ist ein sehr gut gemachter, technisch sauberer Mail-Provider mit klarem Fokus auf Stabilität, Performance und UX.
Proton und Tutanota sind hervorragend, wenn Ende-zu-Ende-Verschlüsselung das primäre Ziel ist.
Aber auch das hat klare technische Konsequenzen, die man nicht ausblenden sollte:
•eingeschränkte serverseitige Suche
•Filter/Regeln nur begrenzt möglich
•IMAP nur via Bridge (Proton) oder gar nicht klassisch nutzbar
•höhere Komplexität bei Clients & Backups
•oft langsameres UI und geringere Flexibilität
Keine Fehler sonder dem Privacy Design geschuldet.
Ja, Fastmail hat mit Australien andere Datenschutz Gesetze als die EU. Aber für mich Zählt Australien noch immer zu einer vernünftigen Demokratie. Die Aussage „Fastmail taugt nichts“ ist nur dann haltbar,
wenn man stillschweigend ein bestimmtes Bedrohungsmodell voraussetzt – und das tut eben nicht jeder.
Naja, ich würde das differenzierter sehen. Fastmail hat einen anderen Fokus als Tutanota oder Proton oder MBO. Fastmail ist ein sehr gut gemachter, technisch sauberer Mail-Provider mit klarem Fokus auf Stabilität, Performance und UX.
Proton und Tutanota sind hervorragend, wenn Ende-zu-Ende-Verschlüsselung das primäre Ziel ist.
Aber auch das hat klare technische Konsequenzen, die man nicht ausblenden sollte:
•eingeschränkte serverseitige Suche
•Filter/Regeln nur begrenzt möglich
•IMAP nur via Bridge (Proton) oder gar nicht klassisch nutzbar
•höhere Komplexität bei Clients & Backups
•oft langsameres UI und geringere Flexibilität
Keine Fehler sonder dem Privacy Design geschuldet.
Ja, Fastmail hat mit Australien andere Datenschutz Gesetze als die EU. Aber für mich Zählt Australien noch immer zu einer vernünftigen Demokratie. Die Aussage „Fastmail taugt nichts“ ist nur dann haltbar,
wenn man stillschweigend ein bestimmtes Bedrohungsmodell voraussetzt – und das tut eben nicht jeder.
Hi, ich vergleiche MBO ja was das Thema Datenschutz betrifft nicht mit Fastmail. Mein Eingangspost ging um das Thema OX und die technischen Hintergründe und meine Folgerungen dahinter. Natürlich ist MBO um Klassen besser im Thema Datenschutz als Fastmail. Fastmail ist für mich eine technische Referenz die ich Vergleiche wie Dinge teilweise sauberer Umgesetzt werden können. Auch beim technischen Thema „Sicherheit“ ist Fastmail bis auf DNSSEC genauso gut wie MBO. Du hast „Fastmail taugt nichts“ aus meiner Sicht pauschalisiert. Aber ich glaube wir sind uns im wesentlichen Thema Datenschutz einig.
Hi, ich vergleiche MBO ja was das Thema Datenschutz betrifft nicht mit Fastmail. Mein Eingangspost ging um das Thema OX und die technischen Hintergründe und meine Folgerungen dahinter. Natürlich ist MBO um Klassen besser im Thema Datenschutz als Fastmail. Fastmail ist für mich eine technische Referenz die ich Vergleiche wie Dinge teilweise sauberer Umgesetzt werden können. Auch beim technischen Thema „Sicherheit“ ist Fastmail bis auf DNSSEC genauso gut wie MBO. Du hast „Fastmail taugt nichts“ aus meiner Sicht pauschalisiert. Aber ich glaube wir sind uns im wesentlichen Thema Datenschutz einig.
Mir fehlt bei diesem Thema der konkrete Vorschlag, was Mailbox denn nun anders machen soll.
Geht es darum, unabhängig von OX eine Weboberfläche zu entwickeln und zu warten? Wo sollen die Ressourcen dafür herkommen?
Mir fehlt bei diesem Thema der konkrete Vorschlag, was Mailbox denn nun anders machen soll.
Geht es darum, unabhängig von OX eine Weboberfläche zu entwickeln und zu warten? Wo sollen die Ressourcen dafür herkommen?
Ich schätze mailbox als reinen E-Mail-Anbieter. Von Open-Xchange halte ich mich jedoch fern – u. a. sprechen die zahlreichen Erfahrungsberichte in diesem Forum für sich. Für Kontakte, Kalender und Dateien setze ich daher auf Nextcloud.
Es wäre schön, ein offizielles Statement von Frau Horstmann oder von Herrn Heinlein zu erhalten, ob und wann OpenCloud bei mailbox verfügbar sein wird. Da OpenCloud den radicale-Server integriert, könnte ich Nextcloud verwerfen und hätte alle Groupware-Funktionen aus einer Hand.
Ich schätze mailbox als reinen E-Mail-Anbieter. Von Open-Xchange halte ich mich jedoch fern – u. a. sprechen die zahlreichen Erfahrungsberichte in diesem Forum für sich. Für Kontakte, Kalender und Dateien setze ich daher auf Nextcloud.
Es wäre schön, ein offizielles Statement von Frau Horstmann oder von Herrn Heinlein zu erhalten, ob und wann OpenCloud bei mailbox verfügbar sein wird. Da OpenCloud den radicale-Server integriert, könnte ich Nextcloud verwerfen und hätte alle Groupware-Funktionen aus einer Hand.
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